Parodontologie

Beugen Sie dem Verlust Ihrer Zähne vor

Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat. Der Zahnhalteapparat fixiert den Zahn im Kiefer, er sorgt dafür, dass unsere Zähne stabil sitzen und in ihrer Lage bleiben.

Neueste Erhebungen belegen, dass jeder Dritte in Deutschland unter Parodontitis leidet. Wer daran erkrankt ist, hat mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates – auch Parodontium genannt – zu kämpfen. Diese breitet sich vom Zahnfleischrand bis zum Zahnzement und der Wurzelhaut aus und stellt vor allem im fortschreitenden Alter eine häufige Ursache für Zahnverlust dar.

 

Typischerweise verläuft die Parodontitis mit schleichendem und schmerzfreiem Verlauf, aber auch unangenehme Begleiterscheinungen, wie z.B. Mundgeruch, gerötetes, blutendes und in vielen Fällen auch schmerzendes Zahnfleisch sowie unschöne Beläge auf den Zähnen sind Zeichen einer Parodontitis. Rauchen erhöht das Risiko für die Entstehung einer Parodontitis.

 

Ursache für eine Parodontitis sind Bakterien, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Werden diese bakteriellen Beläge (Plaque) nicht durch gründliche Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide entfernt, bilden sie einen harten, höckerigen Belag (Zahnstein). Mit der Zeit kommt es zur Rötung, Schwellung und Blutungsneigung des Zahnfleisches. Wird dies nicht behandelt, kann die Entzündung die Fasern, die die Zähne mit dem Kieferknochen verbinden, zerstören und im weiteren Verlauf zum Knochenabbau führen. Ohne Fasern und Knochen beginnen sich die Zähne zu lockern und gehen möglicherweise verloren.

Moderne Techniken ermöglichen schonende und wirksame Behandlungsformen der Parodontitis. Eine Parodontitis zu haben bedeutet nicht gleichzeitig die erkrankten Zähne auch zu verlieren. Das Ziel einer Behandlung von Parodontalerkrankungen ist, bakterielle Verunreinigungen aus der Zahnfleischtasche zu entfernen und den Zahnhalteapparat in seiner Form und Funktion so wiederherzustellen, dass er sich von dem ursprünglichen nicht unterscheidet. Gesunde Zahnsubstanz muss so weit wie möglich geschont werden.

 

Wichtiger Bestandteil der Therapie ist die Nachbehandlung: In regelmäßigen Abständen müssen Zähne und Zahnfleisch kontrolliert, die Zahnfleischtaschen gemessen und Beläge entfernt werden. Die Abstände der Nachsorge richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung.

 

Der Erfolg der gesamten Behandlung einer Parodontitis ist ganz erheblich von der Mitwirkung der Patienten abhängig: die Anleitung für die eigene Mundhygiene zur täglichen Entfernung bakterieller Zahnbeläge muss dringend eingehalten werden.

Lesen Sie hierzu noch weitere Informationen zu